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Warum Schneiderarbeiten beim Brautkleid so wichtig sind

vor 2 Stunden
3 Min. Lesezeit

Du hast dein Brautkleid gefunden, es wurde in deiner Grösse bestellt und endlich ist es da. Und trotzdem sitzt bei der ersten Anprobe vielleicht noch nicht alles perfekt.

Das ist ganz normal – und kein Zeichen dafür, dass die falsche Grösse bestellt wurde.

Ein Brautkleid wird in deiner Grösse bestellt – aber nicht nach Mass gefertigt.


Brautkleider werden in Konfektionsgrössen produziert. Unser Körper hält sich aber selten exakt an eine Grössentabelle. Vielleicht passt die Taille perfekt, dafür ist das Oberteil etwas zu weit. Die Träger sind zu lang, der Ausschnitt steht leicht ab oder der Rock muss auf deine Körpergrösse und deine Hochzeitsschuhe angepasst werden.

Genau dafür gibt es die finalen Schneiderarbeiten.

Sie machen aus einem Kleid in deiner Grösse dein Brautkleid – eines, das sich deinem Körper anpasst, schön fällt und dir gleichzeitig genügend Halt und Bewegungsfreiheit für einen langen Hochzeitstag gibt.

Warum sind die Änderungen nicht im Kleiderpreis inbegriffen?


Weil jede Braut und jedes Kleid andere Anpassungen benötigt.

Bei einem Kleid muss vielleicht hauptsächlich die Länge angepasst werden, bei einem anderen zusätzlich das Oberteil enger gemacht, Träger verändert oder Cups eingesetzt werden. Deshalb lässt sich beim Kauf noch nicht genau sagen, wie gross der tatsächliche Aufwand sein wird.

Würden die Schneiderkosten pauschal in den Kleiderpreis eingerechnet, würden manche Bräute für Arbeiten bezahlen, die sie gar nicht benötigen.

Deshalb werden die individuellen Änderungen separat verrechnet.

CHF 400 bis 600 für Änderungen?

Bei meinen Bräuten liegen die Kosten für die finalen Anpassungen durchschnittlich bei etwa CHF 400 bis 600. Je nach Kleid und Aufwand kann der Betrag natürlich darunter oder darüber liegen.

Was dabei manchmal unterschätzt wird: Brautmode-Schneiderei ist ein Handwerk für sich.

Es geht eben nicht darum, „mal schnell eine Hose zu kürzen“.

Ein Brautkleid kann aus mehreren Lagen Tüll, Chiffon, Futter oder Spitze bestehen. Spitzenapplikationen müssen teilweise von Hand gelöst und später wieder aufgesetzt werden. Oberteile enthalten Cups, Stäbchen, Futter und aufwendige Verschlüsse. Manchmal muss ein Kleid für eine scheinbar kleine Änderung teilweise auseinandergenommen und anschliessend wieder so zusammengesetzt werden, dass man die Änderung überhaupt nicht sieht.

Dahinter stecken Erfahrung, Präzision und viele Stunden sorgfältiger Handarbeit.

Dein Kleid kommt für mich nur in Hände, denen ich vertraue

Gerade weil diese Arbeit so anspruchsvoll ist, arbeite ich ausschliesslich mit Schneiderinnen zusammen, die ich kenne und denen ich vertraue.

Meine Hauptschneiderin übernimmt über das Jahr mehr als 90 % meiner Bräute. Sie kennt meine Kleider, deren Verarbeitung und Materialien und weiss genau, worauf es bei den unterschiedlichen Modellen ankommt.

Das ist mir besonders wichtig. Denn meine Begleitung soll für mich nicht in dem Moment aufhören, in dem du dein Kleid gefunden hast. Ich möchte auch wissen, dass es danach in erfahrenen und sorgfältigen Händen ist.

Die letzten Zentimeter machen den Unterschied

Am Hochzeitstag wird wahrscheinlich niemand sehen, dass ein Träger um zwei Zentimeter gekürzt oder eine Spitzenapplikation von Hand neu aufgesetzt wurde.

Aber man sieht das Ergebnis.

Ein Oberteil, das schön anliegt. Eine Taille, die an der richtigen Stelle sitzt. Ein Rock, der perfekt fällt. Und vor allem ein Kleid, in dem du dich bewegen, feiern und deinen Tag geniessen kannst, ohne ständig daran herum zu zupfen.

Deshalb empfehle ich meinen Bräuten, neben dem Budget für das Brautkleid von Anfang an auch ca. CHF 400 bis 600 für die Schneiderarbeiten einzuplanen.

Denn erst die richtigen Anpassungen machen aus einem wunderschönen Brautkleid ein Kleid, das sich anfühlt, als wäre es genau für dich gemacht.

 
 
 

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